Rasierapparate

In unserer heutigen Gesellschaft ist das Tragen oder auch Nicht-tragen eines Bartes immer ein deutliches Zeichen der Zugehörigkeit, Religion oder politischen Einstellung. Geht der Mann nach der Mode, spiegeln sich Gepflegtheit und Seriösität heute in einem völlig glattrasierten Gesicht. Doch der Wandel der Trends war immer das. Meist war dies das Zusammenspiel von einem Streben nach Abgrenzung und gleichzeitigem Sehnen nach Anpassung. Man(n) strebte immer nach einer Übereinstimmung mit Mitgliedern derjenigen Gruppe, der er angehört oder angehören will.
Es ist leichter, einmal im Jahr ein Kind zu bekommen, als sich täglich rasieren zu müssen” - dieses russische Sprichwort dennoch bringt klar und deutlich auf den Punkt, wie lästig vielen Menschen, Männern wie auch Frauen, die täglich notwendige Entfernung der Haar- und Bartpracht ist. Dies war nie anders, so schildert auch eine kleine Anekdote von George Bernhard Shaw, ein Kind des 19. Jahrhunderts, die Unannehmlichkeit des lästigen Übels: “Ich war damals ungefähr fünf. Ich stand neben dem Knie meines Vaters, der sich gerade rasierte. ›Daddy‹, sagte ich zu ihm, ›Warum rasierst du dich?‹ Schweigend sah er mich an, er schwieg ungefähr eine Minute. Dann warf er das Rasiermesser hin und sagte: ›Verdammt noch mal, warum rasiere ich mich eigentlich?‹ Er hat sich nie wieder rasiert.”

Von der Lästigkeit der Rasur weiß die Industrie heute Bescheid und deshalb wird glücklicherweise durch neuartige Innovationen stetig versucht, uns das Leben MIT der Rasur zu erleichtern. Neben den Nassrasieren, elektronischen Trockenrasierern, Damenrasieren und Einwegrasierern, die sich heute etabliert haben, sind seit neuestem auch spezielle Schäume zu erhalten, die in erster Linie Frauenbeine ohne ein Rasiergerät von ungeliebten Stoppeln durch ein einfaches Ausfallen der Haare an der Wurzel befreien sollen. Schnelligkeit und leichtes Integrieren der Prozedur der Haarentfernung in den Alltag zählen und dennoch ist ein gründliches und überzeugendes Ergebnis wichtig.